Hörverlust

Hören vs. Verstehen

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Wie wir hören

Das Hören und Verstehen ist ein komplexer Vorgang, der ein perfektes System darstellt.  

Tagtäglich hören wir - Geräusche, Sprache, Musik. Und auch Emotionen (Babygeschrei, Lachen, negativer Unterton) können wir darüber wahrnehmen. 

Um zu beschreiben, wie der Hörvorgang funktioniert, folgen wir dem Geräusch, das auf unser Ohr trifft: vom Außenohr bis hin zur zentralen (Hirn-)Verarbeitung.

So funktioniert der Hörvorgang

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Schallereignis

Das Geräusch trifft in Schallwellen auf unser Außenohr und wird wie durch einen Trichter (der Ohrmuschel) in den äußeren Gehörgang Richtung Trommelfell geleitet.

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Schwingungen

Das Trommelfell wird in Schwingung versetzt und sorgt somit für die Bewegung der Gehörknöchelchen, die ihm anliegen.
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Das Mittelohr

Die Gehörknöchelchen-Kette endet mit dem sog. Steigbügel am ovalen Fenster der Hörschnecke (lat.: cochlea), unserem eigentlichen Hörorgan.
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Die Cochlea

Durch die Bewegung des Steigbügel-Kopfes wird in der mit Lymphflüssigkeit gefüllten Cochlea eine Welle in Bewegung gesetzt, die -je nach Frequenz und somit Höhe des Tons- an einer bestimmten Stelle die Sinneshärchen des Organs reizt.
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Hörbahn zum Gehirn

Die Sinneshärchen bewirken dann die Reizung des Hörnerven durch elektrische Impulse, die dann an die Hörbahn im Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet werden.

Neugeborenen-Hörscreening

Um frühzeitig Hörstörungen erkennen zu können, arbeiten wir eng mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Agaplesion Allgemeines Krankenhaus Hagen zusammen. Seit 2009 gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf eine Screeninguntersuchung des Gehörs. Sollte diese auffällig sein, werden in unserem Hause mit verschiedenen Methoden das wirkliche Vorliegen und die Art der Hörstörung diagnostiziert und die Eltern auf diesem Weg begleitet. Sollte sich bei Ihrem Kind ein auffälliges Neugeborenen-Hörscreening gezeigt haben, können Sie uns gerne kontaktieren.
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Personalisierte medizinische Betreuung

Wenn die Schallweiterleitung in der Hörschnecke stark eingeschränkt ist, ist es auch zu erklären, dass Personen selbst mit optimal eingestellten Hörgeräten ab einem gewissen Grad der Hörbeeinträchtigung evtl. noch etwas hören aber nichts mehr verstehen können. Wie oben beschrieben, ist das Hören und Verstehen ein komplexer Vorgang. Viele Organe, Körperfunktionen und Abläufe sind involviert. So können auch die Ursachen einer Hörbeeinträchtigung komplex und bei jeder Person ganz unterschiedlich sein.  Daher ist eine genaue und umfassende Diagnostik bei der Behandlung von Hörstörungen sehr wichtig. Und für jede Person sind unterschiedliche Maßnahmen (konventionell, apparativ oder operativ) auch subjektiv mehr oder weniger zufriedenstellend. 

Diese Betreuung beinhaltet auch, dass im Falle einer geplanten Versorgung mit CI mit speziellen diagnostischen Mitteln eine auf den Patienten zugeschnittene Implantatauswahl getroffen wird. Somit kann auf die anatomischen Begebenheiten und die entsprechenden Möglichkeiten des jeweiligen Patienten „passgenau“ eingegangen werden.

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